Trotz hoher Sicherheitsstandards ist die Einbeziehung der Kontraktoren in den Sicherheitskanon der Unternehmen oftmals stiefmütterlich. So blieben bei einem bedeutenden Energieversorgungsunternehmen in Norddeutschland die Fremdfirmenunterweisungen auf Merkzettel und mündliche Einweisungen beschränkt.
Die erforderlichen Unterweisungstexte sollten mit medialer Unterstützung so geändert werden, dass der sicherheitstechnische Inhalt mit den rechtlichen Erfordernissen und der wahrnehmungspsychologischen Aufnahme zusammen einen verbesserten Arbeitsschutz garantiert, ohne zusätzliche Personalkosten und Verwaltungsarbeit zu erzeugen.
ASIP hat diese Anforderungen in einer webbasierten, interaktiven Form eingelöst.
An drei Kraftwerksstandorten ist das Arbeitssicherheitsportal erfolgreich im Einsatz. Der Verwaltungsstandort wird demnächst folgen.
Kernbestandteile von ASIP sind die umfassende Gefahrenunterrichtung, die aktuelle Standort- und Verfahrensinformation, als auch die administrative Erfassung der geprüften Schulung von fremden- und eigenen Mitarbeitern.
ASIP ist immer branchenspezifisch zugeschnitten. So werden für die Automobil- und Bauindustrie die Schwerpunkte in der Abstimmung der Schutzmaßnahmen und der Koordination gesetzt. Im Chemiebereich hingegen sind die Laboreinrichtungen und der Umgang mit Gefahrstoffen hervorzuheben. Für Dienstleistungsunternehmen der Instandhaltung und Wartung liegt der Schwerpunkt in der ?Erstunterweisung'. Im Entsorgungsbereich stehen mitgeltende Dokumente im Vordergrund der Schulung. Verwaltungsstandorte wiederum verlangen, das dass Arbeitssicherheitsportal die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen unterstützt.